Hauseigentümer in ländlichen Gebieten wie z.B. Ostwestfalen-Lippe, dem Münsterland und im Kreis Soest kennen das Problem: Dächer verschmutzen hier oft schneller als in anderen Regionen. Der Standort eines Hauses hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie schnell und stark ein Dach verschmutzt. Insbesondere in ländlichen Regionen begünstigen Faktoren wie hohe Luftfeuchtigkeit, umliegende Felder, Wiesen und Wälder das Wachstum von Algen, Moosen und Flechten erheblich. Hier wehen mehr Sporen, Pflanzenteile und nährstoffreiche Erdpartikel auf das Dach, die in Poren von Dachpfannen idealen Nährboden finden. Das gilt besonders für Dächer, die direkt von Bäumen beschattet werden sowie Dächer in der Nähe von Waldgebieten oder Gewässern. Weitere Faktoren für eine schnelle Verschmutzung sind eine geringe Dachneigung (viele klassische Einfamilienhäuser in 1geschossiger Bauweise) und die Art der Eindeckung, z. B. mit Betondachsteinen.
Insbesonders starker Moosbewuchs kann über viele Jahre zu Staunässe führen und somit Feuchtigkeit in die Dämmung und den Dachstuhl eintragen. Das führt in der Regel zu Schimmelbildung, Durchfeuchtung der Dämmung und Verwitterung der hölzernen Dachstuhlkonstruktion.